Wiederherstellungsverordnung: Familienbetriebe begrüßen „Stop-the-Clock“-Vorschlag der EVP
Vorschlag ermöglicht Korrektur und klare Finanzierungsgarantien
Berlin, 19.02.2026.
Die Familienbetriebe Land und Forst unterstützen den Vorschlag der EVP-Verhandlungsführerin Christine Schneider MdEP, einen „Stop-the-Clock“-Mechanismus für die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (NRL/W-VO) einzuführen. Dieser Schritt ist zwingend notwendig, da die EU-Kommission ihrer in der Verordnung festgeschriebenen Verpflichtung, einen tragfähigen Finanzierungsplan vorzulegen, bislang nicht nachgekommen ist und somit bereits selbst gegen die Verordnung verstößt.
„Ein ‚Stop-the-Clock‘-Mechanismus ist somit folgerichtig“, erklärt Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst. „Es sollen umfassende Maßnahmenkataloge durch die Mitgliedstaaten und Bundesländer aufgestellt werden, ohne dass auch nur im Ansatz geklärt ist, wer je einen Cent davon bezahlt. Zudem enthält die Verordnung massive handwerkliche Fehler. Die Pause muss genutzt werden, um diese Mängel im Rahmen einer grundlegenden Überarbeitung auszubügeln.“
Für den Verband ergibt eine isolierte Betrachtungsweise keinen Sinn, solange die Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) und zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) laufen. Mittel für die Wiederherstellungsverordnung müssen „on top“ bereitgestellt werden. Eine Umschichtung zulasten der GAP wäre angesichts neuer notwendiger Freihandelsabkommen und steigenden globalem Wettbewerbsdrucks ein fatales Signal.
Gleichzeitig fordern die Familienbetriebe eine verbindliche Freiwilligkeitsgarantie. „Aus der Wiederherstellungsverordnung darf kein neues Ordnungsrecht entstehen. Maßnahmen auf privaten Flächen können nur im partnerschaftlichen Miteinander und auf Basis von Freiwilligkeit gelingen“, so von Elverfeldt abschließend.
