NatInfG: Frontalangriff auf den ländlichen Raum
Familienbetriebe Land und Forst fordern grundlegende Überarbeitung.
Berlin, 21.07.2026. Die Familienbetriebe Land und Forst fordern eine grundlegende Überarbeitung des derzeit innerhalb der Bundesregierung verhandelten Gesetzes zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur (NatInfG). Mit dem Gesetz plant die Bundesregierung einen neuen Regelungskomplex, der großräumig neue Flächen Deutschlands unter Schutz stellt und dort weitreichende Folgen für jede wirtschaftliche Tätigkeit haben könnte. Es drohen erhebliche Einschränkungen der Bewirtschaftung, eine drastische Ausweitung naturschutzrechtlicher Eingriffsmöglichkeiten sowie steigende Kosten für Infrastrukturvorhaben.
Zusätzlich drohen die im Nationalen Wiederherstellungsplan benannten Flächen durch das NatInfG zu de facto Schutzgebieten zu werden, ohne dass Eigentümerinnen und Eigentümer dies bewusst mitbekommen.
„Die Änderungen am Gesetzentwurf lösen das Grundproblem nicht“, so Max von Elverfeldt, Vorsitzender Familienbetriebe Land und Forst. „Die ausufernde Flächenkulisse der Natürlichen Infrastruktur und die erweiterten Eingriffsmöglichkeiten treiben gleichzeitig die Kompensationszahlungen in die Höhe, sodass Milliarden aus dem Infrastruktursondervermögen nicht in Schienen, Straßen und Netzen, sondern in Ausgleichszahlungen verpuffen. Folge ist ein expansiver Flächenaufkauf durch die öffentliche Hand, finanziert über Ersatzgeld für eben jene Infrastrukturvorhaben. Dieser erhöht die Flächenkonkurrenz und den Druck auf den Pachtmarkt, ohne einen echten Naturschutzgewinn zu bringen.“

