EUDR-Vorschläge der EU-Kommission unzureichend
Rolle rückwärts bei Georeferenzierung und keine ausreichende Entlastung
Berlin, 04.05.2026. Die Europäische Kommission hat heute weitere Anpassungen zur EU-Entwaldungsverordnung vorgeschlagen. Dazu erklärt Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst:
„Die Kommission bleibt mit ihren Vorschlägen weit hinter den Erwartungen der Praxis zurück. Nach ersten Korrekturen im vergangenen Jahr hätte es jetzt konsequente Vereinfachungen gebraucht. Stattdessen entsteht der Eindruck einer Rolle rückwärts. Besonders problematisch sind die begleitenden Leitlinien und FAQs. Sie stellen die im Gesetzestext angelegten Erleichterungen bei der Georeferenzierung wieder in Frage und schaffen neue Unsicherheiten in der Anwendung. Das ist das Gegenteil von Klarheit.
Zwar greift die Kommission einzelne Punkte auf, löst aber die strukturellen Probleme der Verordnung nicht. Anpassungen im IT-System, die Möglichkeit von Gruppenerklärungen und Klarstellungen im Anwendungsbereich sind grundsätzlich sinnvoll. In der konkreten Ausgestaltung bleiben sie jedoch unzureichend. In der Summe ergibt sich ein äußerst enttäuschendes Bild. Die Kommission wird ihrem Anspruch auf Vereinfachung nicht gerecht. Statt spürbarer Entlastung entstehen neue Unklarheiten und zusätzlicher Aufwand.“

