Wichtige Impulse für die GAP-Reform
Vorschläge bieten tragfähige Grundlage
Berlin, 27. März 2026. Die von Berichterstatter Norbert Lins vorgestellten Leitlinien zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 setzen aus Sicht der Familienbetriebe Land und Forst wichtige Impulse für die weitere Ausgestaltung der europäischen Agrarpolitik.
Besonders positiv bewerten die Familienbetriebe Lins klare Haltung gegen eine verpflichtende Degression der Direktzahlungen. Wenn für jeden Hektar die gleichen Auflagen gelten, muss dies auch in einer einheitlichen Kompensation je Hektar zum Ausdruck kommen.
Daraus ergibt sich auch eine klare Bewertung gegen eine Kappung.
„Pauschale Kappung bleibt der falsche Ansatz, weil leistungsfähige Betriebe ausgebremst und Investitionen gehemmt würden. Falls dennoch begrenzt werden sollte, ist ein differenzierter Ansatz wie der vorgeschlagene Schwellenwert von 500.000 Euro ein möglicher Kompromiss. Entscheidend ist, dass die Förderung unterschiedliche Betriebsstrukturen berücksichtigt“, sagt Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst.
Gleichzeitig darf die notwendige Differenzierung nicht dazu führen, dass die einheitliche Förderlogik aufgeweicht wird.
„Mehr Gestaltungsspielraum für die Mitgliedstaaten birgt die Gefahr, dass die Gemeinsame Agrarpolitik faktisch renationalisiert wird. Die Gemeinsame Agrarpolitik muss ihrem Namen gerecht bleiben. Ausgleichsgelder müssen in Europa nach einheitlichen Grundsätzen eingesetzt werden und dürfen nicht in nationale Verteilungssysteme zerfallen. Unterschiedliche Ausgestaltungen würden zwangsläufig zu Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt führen“, so Elverfeldt.
Die vorliegenden Vorschläge sind damit eine tragfähige Grundlage für die weiteren Verhandlungen. Entscheidend wird nun sein, die positiven Ansätze im weiteren Verfahren zu sichern und in eine konsistente Gesamtarchitektur der GAP nach 2027 zu überführen.
Die Familienbetriebe Land und Forst werden den weiteren Gesetzgebungsprozess eng begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Reform eine verlässliche Grundlage für unternehmerisches Handeln und Investitionen in der Land- und Forstwirtschaft schafft.

