Wiederherstellungsverordnung aussetzen und überarbeiten
Die EU-Wiederherstellungsverordnung bleibt auch im März eines der zentralen Themen unserer politischen Arbeit. In mehreren Pressemitteilungen haben wir deutlich gemacht, warum die Verordnung in ihrer jetzigen Form aus Sicht der land- und forstwirtschaftlichen Praxis ausgesetzt und grundlegend überarbeitet werden muss: unrealistische Vorgaben, erhebliche Eingriffe in Bewirtschaftung und Eigentum sowie vor allem weiterhin ungeklärte Finanzierungsfragen.
Ob der Vorstoß aus Bayern im Bundesrat, die deutliche Kritik aus Finnland oder das bekannt gewordene Finanzierungsproblem auf EU-Ebene – die Entwicklungen der vergangenen Wochen zeigen, dass der Änderungsbedarf bei der Wiederherstellungsverordnung weiter wächst.
Bayerns Antrag setzt das richtige Signal
Die Familienbetriebe Land und Forst unterstützen den von Bayern eingebrachten Entschließungsantrag zur EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO)
Berlin, 05.03.2026.
Mit dem Antrag fordert Bayern, die Verordnung auszusetzen beziehungsweise grundlegend zu überarbeiten. Der Bundesrat befasst sich am morgigen Freitag mit dem Vorstoß.
„Der Antrag aus Bayern greift zentrale Kritik aus der land- und forstwirtschaftlichen Praxis auf“, erklärt Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst. „Die Wiederherstellungsverordnung droht Wälder und landwirtschaftliche Flächen in ein starres Korsett aus EU-Vorgaben zu zwingen. Das behindert die Bewirtschaftung und hilft weder dem Klimaschutz noch der erwünschten Naturverbesserung.“
Finnland stellt Wiederherstellungsverordnung in Frage
Vorstoß aus Helsinki zeigt dringenden Änderungsbedarf bei der EU-Verordnung
Berlin, 06.03.2026.
Der finnische Premierminister Petteri Orpo stellt die europäische Wiederherstellungsverordnung infrage. In einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert er Vereinfachungen und warnt vor hohen Kosten sowie wachsender Bürokratie bei der Umsetzung.
Die Familienbetriebe Land und Forst unterstützen diesen Vorstoß ausdrücklich. „Der Brief aus Finnland zeigt, wie groß der Handlungsdruck inzwischen ist“, erklärt Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst.
Geleaktes Kommissionspapier legt Finanzierungsproblem offen
Milliardenlücke zeigt, warum der angekündigte Finanzierungsbericht der EU bis heute fehlt
Berlin, 10.03.2026.
Heute ist eine Kostenschätzung der EU-Kommission bekannt geworden, wonach eine milliardenschwere Finanzierungslücke bei der geplanten Umsetzung der umstrittenen Wiederherstellungsverordnung besteht. Für den Verband AGDW – Die Waldeigentümer und die Familienbetriebe Land und Forst zeigt der geleakte Bericht die vielen offenen Fragen der Wiederherstellungsverordnung (W-VO) und deren Unzulänglichkeiten auf.

